Die Thuringia Bulls gewinnen im ausverkauften Bullenstall ein spektakuläres Topspiel gegen die Rhine River Rhinos mit 96:79 (22:19, 31:21, 19:18, 24:21).
Besser hätte das Finale der Hauptrunde kaum sein können: Zum Abschluss trafen die RSB Thuringia Bulls als Tabellenführer auf den Verfolger Rhine River Rhinos aus Wiesbaden – Erster gegen Zweiter. Der Bullenstall honorierte das Spitzenspiel mit einem ausverkauften Haus, und die Fans sollten ihr Kommen nicht bereuen.
Die Gäste reisten mit viel Selbstvertrauen an, nachdem sie bereits am Vorabend ein Nachholspiel gegen Köln erfolgreich gestalten konnten. Coach Christopher Huber musste krankheitsbedingt auf Ex-Bullen Teemu Partanen verzichten, während die Bulls weiterhin ohne ihren besten Punktesammler Alex Halouski auskommen mussten, der noch an einer Handverletzung laboriert.
Der Auftakt in die Partie verlief ausgeglichen, mit mehreren Führungswechseln (10:9, 5. Minute). Besonders Bulls Dauerbrenner Joakim Linden drückte dieser Phase seinen Stempel auf und ebnete mit seinem treffsicheren Spiel die 22:19 Führungen für seine Farben zum Ende des ersten Abschnitts.
Die ersten Minuten des zweiten Viertels gehörte Lindens „Splash Brother“ Jordi Ruiz, der dreimal von jenseits der Dreipunktelinie traf und dem Bullenstall damit ordentlich einheizte (40:30, 16. Minute). Die Antwort der Rhinos ließ in dieser hochklassigen Partie jedoch nicht lange auf sich warten: Mojtaba Kamali hielt die Hessen mit wichtigen Punkten im Spiel. Dennoch erarbeiteten sich die Bulls dank ihrer starken Wurfquote eine 53:40 Halbzeitführung.
Auch im zweiten Durchgang blieb die Begegnung auf hohem Niveau und sehr ansehnlich. Nationalspieler Nico Dreimüller setzte mit klugen Anspielen immer wieder Akzente, wovon besonders der Japaner Kei Akita profitierte. Den Rückstand konnten diese Highlights jedoch nicht entscheidend verkürzen.
Jeglichen Keim der Hoffnung erstickte Center Vahid Azad bereits im Ansatz. Das Team von Trainer Bienek kontrollierte das Duell über weite Strecken und präsentierte sich in allen Aufstellungen äußerst variabel, sodass am Ende ein überzeugender 96:79 Sieg zu Buche stand.
Die Wiesbadener unterstrichen auch in dieser Begegnung eindrucksvoll ihre Ansprüche im Meisterschaftsrennen und können selbstbewusst beim Eurocup I Turnier in Sassari und in der anschließenden Playoff-Serie gegen den RSV Lahn-Dill auffahren.
Dieser Erfolg lässt die Bulls auf eine verlustpunktfreie Hauptrunde zurückblicken. Im Ergebnis bedeutet das jedoch „nur“ den Heimvorteil in einem möglichen Entscheidungsspiel der Playoffs. Grund für Euphorie ist das in Elxleben nicht.
Ganz im Gegenteil: Der volle Fokus gilt nun dem Mai der Entscheidung. Nach einem spielfreien Wochenende wartet zunächst das Champions Cup Final 4 in Madrid. Im Anschluss starten die RBBL Playoffs mit dem Duell gegen Hannover United.
Die fünfte Jahreszeit beginnt jetzt.
Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Hubert Hager 3 Punkte, Anil Cegil, Vahid Azad 26, Tomas Klein, Jordi Ruiz 27, Lukas Gloßner 2, Marie Kier, Arie Twigt 8 und Joakim Linden 30
PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller