Elxleben: RSB Thuringia Bulls sind Deutscher Meister 2026

Mit einem hart umkämpften 72:67-Sieg gegen den RSV Lahn-Dill entschieden die Bulls die Finalserie für sich und sicherten sich den 8.Meistertitel der Vereinsgeschichte. (17:14, 19:23, 13:14, 23:16)

Die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft der 1. RBBL zwischen dem RSV Lahn-Dill und den RSB Thuringia Bulls wechselte für Spiel 2 ihren Schauplatz. Nach dem 68:55-Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende in der Buderus Arena wollten die Bullen ihren ersten Matchball im heimischen Bullenstall nutzen. Auf der anderen Seite verfolgte der RSV Lahn-Dill das klare Ziel, ein entscheidendes 3.Spiel zu erzwingen.

Entsprechend erwarteten beide Fanlager einen typischen Playoff-Krimi und wurden von den Schwergewichten des deutschen Rollstuhlbasketballs nicht enttäuscht.

Die Begegnung begann mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Alex Halouski machte dort weiter, wo er im 1.Finalspiel aufgehört hatte, und erzielte früh die ersten wichtigen Punkte für die Bulls. Doch die Hessen ließen sich vom 14:17-Rückstand nach dem Auftaktviertel nicht beeindrucken und drehten die Partie. Vor allem die beiden „Big Men“ Matthias Güntner und Colin Higgins fanden immer wieder Wege zum Korb und sorgten dafür, dass sich das Team von Spielertrainer Michael Paye zur Halbzeit eine knappe 36:37-Führung erarbeitete.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Wetzlarer nahtlos an die erste Halbzeit an und erschwerten dem Titelverteidiger vor allem mit ihrer Defensivarbeit das Leben. Dadurch kam das gefürchtete Umschaltspiel der Hausherren nur selten zur Entfaltung. Offensiv attackierten die Gäste entschlossen die Zone und wurden für ihre Bemühungen belohnt. Die Elxlebener hielten trotz des 49:51-Defizits nach dem 3. Viertel weiterhin den Anschluss und blieben in Schlagdistanz.

Das Trainerduo Andre Bienek und Jens Albrecht setzte alle Hebel in Bewegung, um die Herausforderungen der Partie zu lösen und fand die richtigen Antworten. Innerhalb von knapp zwei Minuten zündete der Bulls-Express mit einem 10:0-Lauf den Turbo und setzte sich auf 63:55 ab (34. Minute). In der Defensive schlossen die Thüringer die Wege zur eigenen Reuse, während Offensiv Allrounder Arie Twigt und Routinier Joakim Linden Verantwortung übernahmen. Begleitet vom lautstarken Jubel des Bulls-Anhangs kippte die Begegnung somit zugunsten der Hausherren.

Doch der RSV Lahn-Dill gab sich nicht geschlagen. Ein Dreipunktewurf von Nationalspieler Thomas Böhme verkürzte den Rückstand kurz vor Schluss noch einmal auf 69:67. Die Bulls behielten jedoch an der Freiwurflinie die Nerven, brachten die letzten Sekunden souverän über die Zeit und ließen sich den hart umkämpften 72:67-Erfolg nicht mehr nehmen.

Die Dauerrivalen lieferten sich bei tropischen Temperaturen einen packenden Schlagabtausch und gingen über die gesamten 40 Minuten an ihre Leistungsgrenze. Damit bildete die Begegnung einen würdigen Abschluss der 54. RBBL-Saison.

Die TH Bulls verdienten sich ihren 8.Meistertitel in den vergangenen 11 Jahren nicht nur durch 8 von 10 gewonnenen Vierteln in dieser Finalserie, sondern vor allem durch eine außergewöhnliche Spielzeit mit 33 Siegen bei lediglich einer Niederlage. Nach dem Gewinn des DRS-Pokals im Frühjahr sicherten sich die Thüringer damit den zweiten Titel der Saison. Unter dem großen Applaus der eigenen Fans durfte Kapitän Lukas Gloßner schließlich die Meistertrophäe in die Höhe stemmen und gemeinsam mit der gesamten Thuringia Bulls-Familie ein weiteres unvergessliches Kapitel der Vereinsgeschichte feiern, das gleichzeitig den Startschuss für ein langes Partywochenende bildete.

Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Vahid Azad 9 Punkte, Lukas Gloßner, Arie Twigt 10, Alex Halouski 22, Tomas Klein, Marie Kier, Hubert Hager 4, Jordi Ruiz 7, Anil Cegiel und Joakim Linden 20

PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller

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