Team NRW: Bei Rollstuhlbasketball-DMJ – „Alles geben“ für fünften Titel in Folge

Vier Mal in Folge konnte das Team NRW die deutsche Meisterschaft der Juniorinnen und Junioren gewinnen und auch in diesem Jahr zählt das Team von Marcel Fedde zu den Favoriten. Ein möglicher fünfter Titel dürfte aber hart umkämpft werden. Die DMJ-Berichterstattung für Para Sport NRW wird von E.ON unterstützt.

Der finale Lehrgang in Warendorf ist absolviert, am Freitag fährt das Team NRW einmal quer durchs Land nach Elxleben und trifft dort in der Vorrunde am Samstag um 12 Uhr auf Niedersachsen und um 14.30 Uhr auf das Team Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg. „Wir gehen mit einem guten Gefühl in die DMJ, die letzten vier Jahre konnten wir das Turnier für uns entscheiden und ich glaube auch, dass wir in diesem Jahr wieder zu den Favoriten gehören, allerdings wird es sehr ausgeglichen sein“, sagt Trainer Marcel Fedde, der den NRW-Nachwuchs schon seit Jahren regelmäßig an die Spitze führt.

Mit Maximilian Lammering vom BBC Münsterland, der zur kommenden Saison zu Rekordmeister RSV Lahn-Dill wechselt, hat Fedde dabei einen Junioren-Weltmeister und den MVP der vergangenen beiden Meisterschaften in seinen Reihen, aber auch gleich sechs Neulinge im Nachwuchs-Kader. Pascal Henkel, Silas Wachmann (beide ASV Bonn), Bleron Maloku, Soraya Maul (beide Hot Rolling Bears Essen), Yaseen Hameedat (ART Giants Düsseldorf) und Chris Adolphs (Köln 99ers) sind erstmals dabei. Die U23-Weltmeister Janne Krähe (BBC Münsterland) und Joel Schröder sowie Timo Schmiesing (beide Köln 99ers), Kei Ichihashi (ART Giants Düsseldorf) Lino Teubert (Green Sharks Essen) wissen bereits, wie es sich anfühlt, den DMJ-Titel zu gewinnen.

„Die Chancen stehen gut, das Teilnehmerfeld ist stark in diesem Jahr und ich bin einfach gespannt, was für neue Talente dabei sind und wie sich die Leute entwickelt haben“ sagt Co-Trainer Sören Gebauer und Marcel Fedde ergänzt mit Blick auf die Konkurrenten: „Hamburg hat sich extrem verstärkt, unser erster Gegner Niedersachsen ist weiterhin gut, RLP/BaWü hat ein super Trainerteam und ist als Mannschaft auch eingespielt. Bayern darf man nicht unterschätzen, genauso bin ich auf Sachsen/Thüringen gespannt, Hessen hat den Schotten Finlay Erskine dabei von Lahn-Dill, der wird die Mannschaft bestimmt anführen – es gibt viele Mannschaften, die was reißen können und die werden sich im Turnier weiterentwickeln.“

Im vergangenen Jahr konnte das Team NRW Niedersachsen im Halbfinale denkbar knapp bezwingen und dann gegen Bayern den Titel klar machen, in diesem Jahr dürfte es noch enger werden. „Es wird viele knappe Spiele geben und es wird eine hochklassige DMJ, in der es einige Überraschungen geben kann, sodass wir gewappnet sein und alles geben müssen, damit wir wieder eine Chance haben ins Finale zu kommen und das hoffentlich wieder für uns entscheiden können“, sagt Fedde: „Aber erstmal müssen wir die Gruppe überstehen und dann in der Zwischenrunde gucken, was da geht. Wir sind gut vorbereitet und freuen uns darauf.“

Das gilt auch für den Austragungsort, schließlich sind die Thuringia Bulls als deutscher Meister auch für internationale Turniere erprobt. „Es wird eine super DMJ, darauf kann man sich bei Bulls verlassen, dass sie ein super Ausrichter sind, sie kennen das vom Champions Cup, deshalb freuen wir uns, dass sie das übernehmen und wir da zu Gast sein können“, sagt Fedde und verrät, dass Warendorf im kommenden Jahr wie 2025 wieder DMJ-Gastgeber sein möchte. Und wer nach der DMJ in Elxleben nicht so lange warten möchte, um die Rollstuhlbasketball-Talente wieder in NRW live zu sehen, kann dies auch vom 2. bis 4. Oktober bei der Nachwuchsliga in Warendorf.

Text & Foto: BRSNW

Leave a Reply