Die RSB Thuringia Bulls gewinnen Spiel 1 der Best-of-Three-Halbfinalserie in den RBBL-Playoffs gegen Hannover United souverän mit 82:53 (21:13, 25:19, 18:12, 18:9).
Vor Wochenfrist kämpften die Bullen noch beim Final Four des IWBF Champions Cup in Madrid um Europas Krone und kehrten mit der Silbermedaille nach Thüringen zurück. Nun führte die Reise zum Auftakt der Best-of-Three-Halbfinalserie der RBBL Playoffs nach Hannover. Auch die Füchse durften sich nach ihrem starken Auftritt im EuroCup 2 über Silber freuen. Beide Europapokalfinalisten traten in Bestbesetzung an, sodass die Trainer aus dem Vollen schöpfen konnten. Zusätzliche Unterstützung erhielt die Mannschaft von Kapitän Lukas Gloßner durch zahlreiche treue Fans, die den Weg mit in den Fuchsbau angetreten hatten und dem Team damit einen zusätzlichen Motivationsschub verliehen.
Die ersten erfolgreichen Offensivaktionen gingen auf das Konto von Jan Sadler für Hannover und Arie Twigt für die Bulls. In der Anfangsphase entwickelte sich eine intensive und abwechslungsreiche Begegnung mit mehreren Führungswechseln (9:8, 5. Minute). Vor allem Tom McHugh setzte auf Seiten der Gastgeber immer wieder Akzente. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste jedoch das Tempo. Angeführt vom spanischen Wirbelwind Jordi Ruiz erspielten sich die Bullen bis zur ersten Viertelpause eine 21:13-Führung.
Ein „And One“ von Alex Halouski stellte die Führung erstmalig zweistellig (28:18, 12.Minute). Dieser Eindruck bestätigte sich durch 6 schnelle Punkte von Routinier Joakim Linden (34:20, 15.Minute). Das Team von der Osterlange ließ in der eigenen Zone nicht viel zu, sodass United zu Würfen aus der Distanz gezwungen wurde. Alexander Budde initiierte kurz vor der Halbzeitsirene einen schnellen 4:0-Lauf, mit dem Hannover auf 46:32 verkürzte.
Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Bullen die Kontrolle über das Geschehen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, was sich auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte (58:38, 25. Minute). Bis zum Ende des dritten Viertels verteidigte das Team von der Osterlange diesen Abstand und ging mit einer 64:42-Führung in den Schlussabschnitt.
Im letzten Viertel ließen die Gäste nichts mehr anbrennen. Hannover stemmte sich vor allem durch Budde, Sadler und McHugh mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Doch die Bulls hatten mit einem stark aufspielenden Vahid Azad immer die passende Antwort, der zum 74:47 in der 34. Minute traf. In der Schlussphase verwalteten die Thüringer ihren Vorsprung und durften sich am Ende über einen überzeugenden 82:53-Auswärtserfolg freuen.
An dieser Stelle senden die TH Bulls ein ganz großes Dankeschön an alle mitgereisten Bulls-Fans für die lautstarke Unterstützung, die das Team über die gesamt Spielzeit getragen hat.
Der Sieg sorgt bei den Bullen nicht für Jubelstürme. In der Best-of-Three-Serie steht es lediglich 1:0. Das Team von Trainer Andre Bienek hat die erste Hürde bewältigt, weiß aber, dass für den Finaleinzug noch ein hartes Stück Arbeit vor ihm liegt.
Bereits am kommenden Samstag um 18 Uhr bietet sich im heimischen Bullenstall die Chance, mit einem weiteren Sieg das Ticket für das Finale zu lösen. Sollte Hannover United zurückschlagen, käme es am Sonntag um 15:00 Uhr in Elxleben zu einem alles entscheidenden dritten Spiel.
Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Vahid Azad 25 Punkte, Lukas Gloßner , Arie Twigt 10, Alex Halouski 12, Tomas Klein, Marie Kier, Hubert Hager 2, Anil Cegil, Jordi Ruiz 15 und Joakim Linden 18
PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller