Bittere 48:49 Niederlage gegen Großbritannien | Bittere Pille für die deutsche Damen-Nationalmannschaft. Gegen Vize-Weltmeister Großbritannien liegt das Team Germany im Halbfinale der Europameisterschaft in Rotterdam über 32 Minuten hinweg verdient in Front, bevor man sich am Ende denkbar knapp mit 48:49 (14:8/28:22/39:35) geschlagen geben muss. Damit geht es am morgigen Sonntag um 12:30 Uhr erneut um Bronze.

Nach dem deutlichen Erfolg gegen Großbritannien in der Vorrunde nur zwei Tage zuvor rollten die deutschen Damen mit entsprechend Selbstbewusstsein in das Halbfinale. Dies machte sich auch sogleich durch eine 8:0 Führung nach vier gespielten Minuten bemerkbar. Die Auswahl aus GB versuchte das deutsche Spiel wie gewohnt durch eine aggressive Ganzfeldpresse unter Druck zu setzen, was jedoch nur bedingt zum Erfolg führte. Zwar wurden die ING Korbjägerinnen das ein oder andere Mal zu leichten Ballverlusten gezwungen, doch ließ man sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Zwischenzeitlich kam das Team GB damit bis auf zwei Punkte zum 14:12 (Min 12) heran. Bis zur Halbzeitpause bauten die deutschen Damen ihre Führung wieder gekonnt bis auf sechs Punkte aus.

Ein ähnliches Bild sollte sich auch mit Beginn der zweiten Hälfte abzeichnen. Großbritannien versuchte das Team Germany weit weg von der eigenen Zone zu halten. Die deutschen Damen ließen sich den Schneid jedoch nicht abkaufen und ein schönes Zusammenspiel zwischen Mareike Miller und Laura Fürst zum 39:31 (Min 28) brachte einen soliden acht Punkte Vorsprung. Das Team GB ließ sich nicht so wirklich abschütteln und mit dem Einläuten der letzten zehn Minuten und einem 8:0 Lauf der Britinnen zum 39:43 (Min 34) war es plötzlich das Team Germany, welches einem Rückstand hinterher rollte. Das Momentum lag nun auf Seite der Damen aus GB. Mit 50 Sekunden verbleibender Zeit auf der Uhr war es lediglich ein mageres Pünktchen, was den Unterschied ausmachte. Doch das Glück sollte den deutschen Damen in den letzten Momenten nicht Hold sein und der Ball wollte nicht mehr zur Führung fallen. So muss man sich am Ende hauchdünn mit 48:49 geschlagen geben.

„Das war ein hochspannnendes Spiel zweier top Mannschaften und Werbung für unseren Sport. Wir hatten uns immer wieder abgesetzt gehabt und auch die Möglichkeit, den Sack zu zumachen. Dann kamen uns ein paar leichte Ballverluste dazwischen und das Wurfglück hat an der ein oder anderen Stelle gefehlt. Auch nach dem Führungswechsel sind wir nochmal zurückgekommen und am Ende war es ein Spiel auf Messers Schneide, dass das glücklichere Team für sich entschieden hat“ so Martin Otto.

Gegner im Spiel um Platz drei am morgigen Sonntag um 12.30 Uhr ist die Auswahl aus Spanien.

Deutschland: Mareike Miller (20), Katharina Lang (13), Barbara Groß (6), Laura Fürst (4), Svenja Mayer (2), Annabel Breuer (1), Janne Deutschmann, Nathalie Ebertz, Lena Knippelmayer, Svenja Erni, Anne Patzwald (2), Catharina Weiß

Großbritannien: Charlotte Moore, Sophie Carrigill (2), Michaela Bell, Helen Freeman (11), Laurie Williams (2), Judith Hamer, Amy Conroy (16), Madeleine Thompson, Leah Evans, Siobhan Fitzpatrick, Joy Haizelden (12), Robyn Love (6).

PM: DRS/Team Germany | Foto: Steffie Wunderl

Leave a Reply