Um den Fans ein besseres und breiteres Bild des Geschehenen rund um den DRS-Pokal zu vermitteln, haben wir alle beteiligten Klubs mit der Bitte abgeschrieben, uns unsere Fragen zu beantworten. Was die Lux Rollers, vertreten durch Philippe Faber, auf unsere Fragen geantwortet haben, lest ihr im Folgenden:

Was hat die Lux Rollers bewogen, auf eine weitere Teilnahme am DRS-Pokal zu verzichten?

Da wir nochmals nach Tirol fahren müssten, haben wir uns das als Lux Rollers gründlich überlegt. Die Mannschaft wäre motiviert gewesen nochmals nach Tirol zu fahren, um gegen den RSC Tirol zu spielen. Im Nachhinein haben wir aber festgestellt, dass, wenn wir weiter gekommen wären und gegen Hamburg 2 hätten spielen müssen, wären zwei bis drei Leistungsträger bei dem Spiel gegen Hamburg nicht dabei gewesen.  Daraufhin hat die Mannschaft gemeinsam mit dem Vorstand entschieden, dass sich der große zeitliche und auch finanzielle Aufwand nicht lohnen würde. Man muss wissen, dass es von Luxemburg nach Wörgl fast 700 Kilometer sind und die Reise mit Übernachtung schon mal 2.000 Euro kosten kann. Trotzdem wären wir die sportliche Challenge angegangen, wenn wir bei den Spielen auf unseren kompletten Kader zurückgreifen hätten können, da es für die Lux Rollers eine tolle Gelegenheit gewesen wäre, einmal im Viertelfinale des DRS-Pokal stehen zu können.

Gab es zwischen den Verantwortlichen der Lux Rollers, der Lahn-Dill Skywheelers, der Spielleitung und den Verantwortlichen des RSV Lahn-Dill und des RSC Tirol nach der erstinstanzlichen Entscheidung der Spiel- bzw. Pokalleitung Kontakt bzw. Gespräche? Wenn ja, was wurde besprochen?

Zwischen Lahn-Dill und den Skywheelers gab es keine offiziellen Gespräche. Wir haben nur mit dem RSC Tirol Kontakt gehabt, um schon mal ein eventuelles Datum zu fixieren, damit der RSC Tirol sicherstellen kann, eine Sporthalle zu bekommen – im Falle wo das Spiel stattfinden würde. Mit der Spielleitung gab es auch Kontakt. Als wir am Montagabend die Entscheidung von der Spielleitung mitgeteilt bekommen haben, wollten wir natürlich wissen, wie es dazu gekommen ist. Wir haben uns dann auch informiert, wie der weitere Verlauf dann aussehen würde und mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen, wenn wir das Spiel gegen Tirol nicht spielen würden.

Wie beurteilen die Lux Rollers die entstandene Außenwirkung dieses „Pokal-Verfahrens“ auf den Rollstuhlbasketball insgesamt und auf die Lux Rollers im Speziellen?

Klar können wir verstehen, dass verschiedene Vereine nicht glücklich sind über diese Entscheidung der Spielleitung. Rein sportlich gesehen, sind wir der Meinung, dass der RSV Lahn-Dill es verdient hat, weiterzukommen, da der RSV beide Spiele klar gewonnen hat. Auch wenn so ein „kleiner“ Formfehler dem „großen“ RSV Lahn-Dill nicht passieren darf, hatte der RSV gar keinen Vorteil gegenüber seinen Gegnern. Der Spieler mit der Doppellizenz stand zwar auf dem Bogen, saß aber weder auf der Bank oder hat sich mit dem RSV aufgewärmt.

Gibt es etwas, dass du noch gerne erwähnen möchtest, was dir bzw. den Lux Rollers in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Nein, ich glaube ich habe alles gesagt. Nur dass wir alle nur Menschen sind und solche Fehler passieren können. Für die Lux Rollers stand hier auch das Fairplay im Vordergrund, so dass das auch zur Entscheidung beigetragen hat.

Foto: Werner Schorp

 

 

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