Um den Fans ein besseres und breiteres Bild des Geschehenen rund um den DRS-Pokal zu vermitteln, haben wir alle beteiligten Klubs mit der Bitte abgeschrieben, uns unsere Fragen zu beantworten. Was die Lahn-Dill Skywheelers, vertreten durch Pierre Fontaine, auf unsere Fragen geantwortet haben, lest ihr im Folgenden:

Was hat die Lahn-Dill Skywheelers bewogen, auf eine weitere Teilnahme am DRS-Pokal zu verzichten?

Im Grunde ist das ganz einfach. Was ist denn passiert? Wie jeder Verein hat der RSV Lahn-Dill seine Spielerliste beim Kampfgericht abgegeben. Die Spieler wurden auf den Spielbogen übertragen. Leider war das wohl die Spielerliste der Bundesliga. Und so stand auch Marian Kind auf der Liste, der in der Liga per Doppellizenz bei den Lahn-Dill Skywheelers und dem RSV Lahn-Dill spielt. Übrigens, weil es in diesem Zusammenhang auch schon wieder fehlerhafte Aussagen gibt, die Lahn-Dill Skywheelers spielen unter der Spiellizenz des RSC Frankfurt, und wir sind nicht der RSV Lahn-Dill 2. Dann wurde der Bogen den Trainern gegeben. Und sie haben die Starting Five bestimmt und auch nicht mehr geprüft und unterschrieben. Nun ist die Verkettung unglücklicher Umstände weitergegangen. Der Tisch, der ja die Ausweise hat und an die Schiedsrichter zur Prüfung gibt, dem ist der Fehler auch nicht aufgefallen und auch die Schiedsrichter haben beim Prüfen der Stühle nicht gemerkt, dass sie einen Ausweis mehr, als Spieler hatten. So viel zu der Sachlage, wie sie mir bekannt war. Jetzt muss man sich überlegen, wofür gibt es Regeln? Regeln sind dafür da, andere davor zu schützen betrogen oder benachteiligt zu werden. Beides war hier aber nicht der Fall. Der Spieler Marian Kind saß einfach nur auf der Tribüne, und er war nicht mal im Ansatz vorgesehen, zu spielen. Also gab es hier keinerlei Absichten etwas falsch zu machen. Und dafür gibt es ja auch immer auch das Thema der Verhältnismäßigkeit. Wir haben sportlich nicht den Hauch einer Chance gehabt und Lahn-Dill hat die Spiele deutlich gewonnen. Wir haben daher überhaupt kein Interesse, am grünen Tisch eine Runde weiterzukommen, weil wir es einfach nicht verdient hätten. Sportlich und aus Sicht der Fairness, war diese Entscheidung für uns dann der einzig richtige Weg. Diese Entscheidung hätten wir genauso getroffen, wenn es zum Beispiel Thüringen gewesen wäre.

Gab es zwischen den Verantwortlichen der Lahn-Dill Skywheelers, des RSC Tirol, der Spielleitung und den Verantwortlichen des RSV Lahn-Dill und der Lux Rollers nach der erstinstanzlichen Entscheidung der Spiel- bzw. Pokalleitung Kontakt bzw. Gespräche? Wenn ja, was wurde besprochen?

Es gab in der Sache weder einen Austausch mit Tirol, Luxemburg oder Lahn-Dill. Auch mit Peter Röder gab es keinen Kontakt. Lediglich mit der Hans-Jürgen Bäumer haben wir über unsere Entscheidung gesprochen.

Wie beurteilen die Lahn-Dill Skywheelers die entstandene Außenwirkung dieses „Pokal-Verfahrens“ auf den Rollstuhlbasketball insgesamt und auf die Lahn-Dill Skywheelers im Speziellen?

Es wird ein Thema wieder mal hochgekocht, das so in der Form nicht sein muss. Die Pressemitteilung des DRS hätte vielleicht ein wenig ausführlicher und erklärender ausfallen müssen. Es wurde ja keine Regel gebrochen, sondern die Vereine haben sich zurückgezogen und folglich ist der RSV Lahn-Dill in der Gruppe weiter. Dem RSV Lahn-Dill wurde das Spiel als verloren gewertet. Und er ist damit mangels Gruppengegner weiter. Das ist alles regelkonform abgelaufen. Die, die jetzt von Skandal reden, sollten sich vorher lieber mal mit den Fakten auseinandersetzen. Daher wird jeder, der sich mal intensiv mit der Faktenlage beschäftigt und die Emotionen außen vor lässt, feststellen, dass alles fair gelaufen ist.

Gibt es etwas, dass du noch gerne erwähnen möchtest, was dir bzw. den Lahn-Dill Skywheelers in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Es gibt sicherlich viele Dinge, die mir durch den Kopf geistern, die aber nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben.

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