Hannover: 59:42 in Köln – Hannover United wehrt gefährliche 99ers ab

Spielmacher Mustafa Korkmaz und Center Bulut Kordal kommen nicht zur Entfaltung. Gegen den Tabellenletzten der RBBL1 kann sich Coach Martin Kluck auf seine Verteidigung verlassen. In der Offensive hakt es bei United noch. Nächste Woche kommen die Rhine River Rhinos zum Top-Spiel.

Hannover United hat in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga den dritten Sieg im vierten Spiel geholt. Bei den RBC Köln 99ers gewann das Team von Trainer Martin Kluck 59:42 und setzt sich damit hinter den beiden Top-Teams aus Elxleben und Wetzlar fest. Ebenfalls mit drei Siegen sind die Rhine River Rhinos Wiesbaden, die die Doneck Dolphins Trier mit 77:68 bezwangen. Am kommenden Wochenende kommt es in der United Arena zum Top-Spiel (Sonnabend, 18 Uhr) zwischen den beiden Playoff-Kontrahenten Hannover und Wiesbaden.

Mit dem Erfolg hat Hannover United das Schreckgespenst Köln vertrieben. In der vergangenen Spielzeit gingen beide Partien gegen die 99ers unerwartet verloren. Ausschlaggebend für den United-Sieg war die starke Defensive, die vor allem Spielmacher Mustafa Korkmaz nicht zur Entfaltung kommen ließ und dem Center-Riesen Bulut Kordal nicht viele Würfe erlaubte. Am Anfang hatte Coach Kluck wie schon vergangene Woche gegen den RSV Lahn-Dill das richtige Mittel gefunden, um gut ins Spiel zu kommen. Kluck schickte Jan Haller, Jan Sadler, Shaun Norris, Alexander Budde und Mariska Beijer als Starting Five aufs Parkett, die vor allem Spielmacher Korkmaz vom Korb fernhalten sollten.

Das gelang ganz gut. Das United-Quintett wartete an der Mittellinie und machte es den Gastgebern, die verletzungsbedingt kurzfristig auf Thomas Reier und Alexander Keiser verzichten mussten, im Aufbauspiel sehr schwer. Köln brauchte lange, um in die Positionen zu kommen, und hatte dann oft wenig Zeit auf der Schussuhr. United machte es hingegen einfach, ließ den Ball an der Zone ein paar Mal schnell rotieren und bekam oft einen freien Wurf oder Lay-Up. 19:9 hieß es nach dem ersten Viertel.

Dann ließ der Rotations-Drang aber nach. United machte nicht mehr so viel Druck. Köln kam mehr und mehr zu Chancen. Auch vorn lief es plötzlich nicht mehr rund. Hannover leistete sich einige Fehlwürfe und verpasste es, sich weiter abzusetzen. Im Gegenteil. Im dritten Viertel werfen Korkmaz, Kordal und Asael Shabo die Gastgeber auf vier Punkten heran. Oliver Jantz hält mit vier Punkten aus der Mitte stark dagegen.

Etwas mehr als sieben Minuten stehen im Schlussabschnitt noch auf der Uhr, da ist die Begegnung nochmal auf der Kippe. Diesmal ist Köln nach Treffern von Korkmaz und Kei Akita auf fünf Punkte heran. Doch United lässt nichts mehr anbrennen. Es blieb im vierten Viertel bei den vier Zählern für Köln. United legt noch zwölf drauf. Ein starkes Stück.

 

RBC Köln 99ers: Mustafa Korkmaz (11 Punkte), Bulut Kordal (10), Asael Shabo (9), Umut Akbay, Sean-Joel Schröder (je 4), Kei Akita, Timo Bergenthal (je 2), Lisa Bergenthal, Camilo van Trijp, Sebastiao Nijman.

Hannover United: Jan Sadler (12 Punkte), Tom Mchugh (11), Mariska Beijer (9), Alexander Budde (8), Shaun Norris (7), Oliver Jantz (6), Jan Haller (4), Jan Gans (2), Vanessa Erskine, Tobias Hell.

 

Der Spieltag

Rhine River Rhinos Wiesbaden – Doneck Dolphins Trier 77:68

RBC Köln 99ers – Hannover United 42:59

BG Baskets Hamburg – ING Skywheelers Frankfurt 62:74

RSV Lahn-Dill – Hot Rolling Bears Essen 90:38

RSB Thuringia Bulls – BBC Münsterland 101:35

 

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Hier geht’s zu den Statistiken des Spiels

 

1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga, 5. Spieltag

RSV Lahn-Dill – RBC Köln 99ers (Mittwoch, 19. Oktober, 19.30 Uhr)

ING Skywheelers Frankfurt – RSB Thuringia Bulls (Sonnabend, 22. Oktober, 18 Uhr)

Doneck Dolphins Trier – BG Baskets Hamburg (Sonnabend, 22. Oktober, 18 Uhr)

Hannover United – Rhine River Rhinos Wiesbaden (Sonnabend, 22. Oktober, 18 Uhr)

Hot Rolling Bears Essen – BBC Münsterland (Sonntag, 23. Oktober, 15 Uhr)

 

PM: Hannover United | Foto: Maike Lobback

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