Comeback im Rhinos Dome – Die Rhine River Rhinos haben ihren Fans im heimischen Rhinos Dome einen echten Basketballkrimi geliefert. Gegen Hannover United setzte sich das Team von Headcoach Chris Huber nach Verlängerung mit 77:66 durch. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von bis zu 18 Punkten kämpften sich die Wiesbadener zurück ins Spiel und entschieden eine intensive Partie schließlich in der Overtime für sich.
Schwieriger Start gegen starke Gäste
Die Gäste aus Niedersachsen erwischten den besseren Start in die Partie. Hannover spielte geduldig seine Angriffe aus und nutzte seine Chancen konsequent, während die Rhinos offensiv zunächst schwer ins Spiel fanden. Nach dem ersten Viertel lagen die Hausherren bereits 8:16 zurück.
Auch im zweiten Abschnitt blieb Hannover zunächst das bestimmende Team. Vor allem Alexander Budde und Peter Berry setzten offensiv immer wieder Akzente und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich weiter aus. Die Rhinos hielten durch Punkte von Nico Dreimüller und Kei Akita dagegen, gingen jedoch mit einem 23:37-Rückstand in die Halbzeitpause.
Rhinos kämpfen sich zurück
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine deutlich intensivere Partie. Die Wiesbadener steigerten vor allem ihre Defensive und fanden offensiv zunehmend ihren Rhythmus. Dreimüller übernahm in dieser Phase viel Verantwortung im Angriff, während Mojtaba Kamali und Akita wichtige Punkte beisteuerten.
Trotz eines zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstands ließen sich die Rhinos nicht abschütteln. Schritt für Schritt verkürzten sie den Abstand und hielten die Partie offen.
Dramatische Schlussphase
Im letzten Viertel wurde es schließlich richtig spannend. Hannover verteidigte seinen Vorsprung lange Zeit, doch die Rhinos blieben hartnäckig. Rund eine Minute vor dem Ende sorgte Kei Akita mit einem wichtigen Korb für den 64:64-Ausgleich und schickte das Spiel damit in die Verlängerung.
Overtime gehört den Rhinos
In der Verlängerung übernahmen die Wiesbadener endgültig die Kontrolle. Eine aggressive Defensive, wichtige Ballgewinne und sichere Aktionen an der Freiwurflinie sorgten dafür, dass sich die Rhinos Stück für Stück absetzen konnten.
Vor allem Nico Dreimüller, der in der Overtime mehrere Freiwürfe verwandelte, führte sein Team zum Sieg. Am Ende stand ein umkämpfter 77:66-Erfolg für die Rhine River Rhinos auf der Anzeigetafel – ein Comeback, das im Rhinos Dome für große Begeisterung sorgte.
Stimmen zum Spiel
Chris Huber (Headcoach):
„Ein sehr hartes Stück Arbeit. Hannover war hervorragend eingestellt und hat uns alles abverlangt. Mit viel Herz und Rhino Verteidigung konnten wir erneut einen großen Rückstand aufholen und das Spiel in die Verlängerung bringen. Ich bin sehr froh mit dem gezeigten Herz und Charakter.“
Nico Dreimüller (Top-Scorer):
“Wir sind leider mit zu wenig Energie ins Spiel gestartet und haben in der Verteidigung nicht gut gespielt. Aber wir haben großes Vertrauen ineinander und wissen, dass wir jeden Rückstand aufholen können. Und so kam es dann ja auch. Wir haben defensiv immer besser gespielt und dann lief es auch im Angriff gut. Ich denke alles in allem haben wir verdient gewonnen. Es hat sehr sehr viel Spaß gemacht vor so einer tollen Kulisse zu spielen. Danke an alle Rhinos-Fans!”
Kei Akita:
„Es war heute ein unglaublich hartes Spiel. Ich bin sehr froh, dass wir über die vollen 40 – und schließlich 45 – Minuten an uns geglaubt haben und am Ende den Sieg holen konnten. Ein großes Dankeschön an alle Fans, die gekommen sind, um uns zu unterstützen, und an unseren großartigen Staff. Im nächsten Spiel werden wir weiter Rhinos-Basketball spielen!“
Statistik
Rhine River Rhinos: Nico Dreimüller (31), Kei Akita (24), Mojtaba Kamali (11), Takuya Furusawa (7), James Palmer (4)
Hannover United: Peter Barry (19), Alexander Budde (16), Jan Sadler (12), Yoshinobu Takamatsu (10), Jakob Krömer (5), Tobias Hell (2), Oliver Jantz (2)
Ergebnis: 77:66 (8:16| 15:21|23:14|18:13|13:2)
PM: RRR | Foto: Ana Sasse