Die RSB Thuringia Bulls gewinnen das Spitzenspiel auswärts beim RSV Lahn-Dill mit 78:65 und bleiben ungeschlagener Tabellenführer. (21:16, 16:16, 23:17, 18:16)
Die Thuringia Bulls starteten am Samstagvormittag in das Abenteuer „Doppelspieltags-Wochenende“. Mit dem Reiseziel Wetzlar machte sich der Mannschaftsbus voller Vorfreude auf den Weg in die Buderus Arena, um dort das neue Jahr mit dem El Clásico gegen den RSV Lahn-Dill zu starten.
Das Trainer-Duo Bienek/Albrecht beorderte um Kapitän Gloßner, Ruiz, Linden, Hager und Halouski zum Jahresauftakt auf das Spielfeld. In den ersten Minuten tauschten beide Mannschaften fleißig Punkte aus. Der RSV probierte vor allem ihren Center Matthias Güntner ins Spiel zu bringen und verschaffte sich mit 12:9 einen kleinen Vorteil. Dieser zwang das RSB-Team zur ersten Auszeit und zum Wechsel der Line Up. Die taktischen Anpassungen zeigten sofort Wirkung, denn das Momentum wechselte nun die Seiten. Nationalspielerin Marie Kier führte die große Aufstellung der Bullen auf den Court. Die Nummer 14 des THB, Alex Halouski, drehte dann fast im Alleingang die Begegnung. Entweder sorgte er selbst für zählbares oder legte für seine Mitspieler auf. In der Konsequenz führten die Gäste mit 21:16 nach dem ersten Spielabschnitt.
Dieser Trend setzte sich auch zum Start des 2.Viertels fort. Das Team von der Osterlange übernahm nun zunehmend die Spielkontrolle und konnte sich leicht absetzen (25:16, 13.Minute). Das Basketball ein Spiel von „Läufen“ ist, bewiesen die nächsten Spielminuten, denn der RSV verkürzte nach einem Dreipunktewurf vom Kanadier Higgins auf 29:27. Dieser wiederum inspirierte den Deutschen Meister zu einem 8:0 Run (37:27, 19.Minute). Die finalen Sekunden gehörten dann wieder dem Gastgeber. Thomas Böhme beförderte den Ball mit der Schlusssirene spitzbübisch zum 37:32 Halbzeitstand durch die Reuse.
Die 2.Hälfte begann mit einem entschlossenen RSB-Team. Spielertrainer Michael Paye fokussierte seine Verteidigung auf Halouski. Die entstandenen Freiheiten nutzte Joakim Linden eiskalt aus. Der schwedische Eisvogel erzielte 14 seiner insgesamt 27 Zähler in diesem Abschnitt. Der Vorsprung pendelte sich konstant im zweistelligen Bereich ein. Doch die Thuringia Bulls machten die Tür nicht komplett zu. Wieder nutzte Böhme eine Unaufmerksamkeit mit einem Dreier-Buzzer aus, die seine Mannschaft auf Tuchfühlung vor den letzten 10 Minuten hielt (60:49).
Die Bulls agierten im Vergleich zu den ersten Spielen der Saison mit einer menschlichen Trefferquote (56%), sodass die Defense der wichtigste Anker an diesem Nachmittag war. Vahid Azad und Arie Twigt angelten sich immer wieder geistesgegenwärtig die Bälle, welche die Führung auf 70:53 (34.Minute) erhöhte. Die Hessen kämpften bis zum Schluss, um das bestmögliche Ergebnis. Rose Hollermann bewies dabei ihre Wurfstärke. Trotzdem brachten die Elxlebener das 78:65 über die Ziellinie und freuten sich zusammen mit ihren zahlreich mitgereisten Fans über den verdienten Auswärtserfolg.
Das ewige Duell wird zu einem späteren Duell wieder die Rollstuhlbasketball-Gemeinde elektrisieren, denn die Saison ist nach 7 Spieltagen weiter komplett offen. Lange Zeit zum Jubeln bleibt den Bullen sowieso nicht, denn nach einer kurzen Nacht wartet der BBC Münsterland. Zusammen mit den CATL Basketball Löwen veranstalten die Thuringia Bulls einen inklusiven Doppelspieltag unter der Schirmherrschaft von Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt in der Erfurt Riethsporthalle, der von der Sparkasse Mittelthüringen präsentiert wird. Beide Vereine freuen sich über eine volle Halle.
Hier der Doppelspieltag im Überblick:
14:30 Uhr: RSB Thuringia Bulls-BBC Münsterland
18 Uhr: CATL Basketball Löwen-Fellbach Flashers
Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Hubert Hager (5 Punkte), Lukas Gloßner, Jordi Ruiz (6), Alex Halouski (16), Joakim Linden (27), Anil Cegil, Vahid Azad (12), Tomas Klein, Marie Kier, Arie Twigt (12)
PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller