Elxleben: Souveräner Start-Ziel-Sieg an der Mosel

Die RSB Thuringia Bulls feiern bei den DONECK Dolphins Trier einen ungefährdeten 98:66-Auswärtserfolg (28:21, 21:12, 24:15, 25:18) und behaupten auch nach dem zweiten Bundesligaspiel die Tabellenführung.

Pünktlich zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison zeigte sich der Herbst mit Regen und kräftigem Wind von seiner ungemütlichen Seite. Der Spielplan bescherte den RSB Thuringia Bulls mit der Reise nach Trier gleich eine der längsten Auswärtsfahrten der Saison. Nach dem erfolgreichen Ligaauftakt gegen die München Iguanas wartete mit den DONECK Dolphins ein offensivstarker Gegner auf das Team von Coach Andre Bienek. Während Marie Kier und Vahid Azad weiterhin nicht zur Verfügung standen, kehrte Joakim Linden nach überstandener Zahnoperation in den Kader zurück. Vor stimmungsvoller Kulisse entwickelte sich eine temporeiche Begegnung, in der die Thüringer früh die Initiative übernahmen.

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen intensiven Schlagabtausch, in dem sich die Bulls zunächst leichte Vorteile erspielten (12:9, 4. Minute). Beide Teams agierten mit offenem Visier und suchten konsequent den Weg zum Korb. In einem offensiv geprägten ersten Viertel behaupteten die Elxlebener ihre Führung und gingen mit einem 28:21 in die erste Pause.

Auch im zweiten Spielabschnitt erwischten die Bulls den besseren Start. Vor allem Joakim Linden zeigte sich nach seiner Rückkehr treffsicher und punktete wiederholt aus der Mitteldistanz. Die Gäste vergrößerten ihren Vorsprung auf 40:25 (15. Minute).

Defensiv agierten die Thüringer aufmerksam und setzten insbesondere Triers Spielertrainer Dirk Passiwan über das gesamte Spielfeld unter Druck. Die Moselstädter fanden jedoch immer wieder mannschaftliche Lösungen und erspielten sich Möglichkeiten in der Zone. Vor allem Boris van Hunnik nutzte die entstehenden Räume konsequent. Auf der Gegenseite setzte “Comebacker” Jens Albrecht mit seinem Gespür für freie Räume und schnellen Abschlüssen im Umschaltspiel wichtige Akzente. So ging der amtierende Deutsche Meister mit einer verdienten 49:33-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Bulls an ihre Leistung an. Mit guter Ballbewegung und geduldig herausgespielten Abschlüssen wuchs der Vorsprung weiter an. Kapitän Lukas Gloßner erhöhte auf 56:35 (23. Minute). Trier hielt dagegen und stemmte sich gegen die drohende Vorentscheidung. Doch die Gäste hielten das Tempo hoch, erhöhten phasenweise den defensiven Druck und fanden im Angriff vor allem über Alex Halouski immer wieder gute Lösungen. Während die Dolphins um den Anschluss kämpften, behaupteten die Elxlebener ihren Vorsprung und gingen mit einer komfortablen 73:48-Führung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel nutzte Coach Andre Bienek den deutlichen Vorsprung, um seine Kräfte zu verteilen. Während Alex Halouski und Joakim Linden eine Verschnaufpause erhielten, setzte Jordi Ruiz mit fünf schnellen Punkten die nächsten Akzente. Aufseiten der Gastgeber bewies Dirk Passiwan einmal mehr seine Klasse. Auch mit 50 Jahren gehört der Spielertrainer zu den prägenden Persönlichkeiten der Bundesliga und stellte die Defensive der Bulls insbesondere in der zweiten Halbzeit vor Herausforderungen. Mit 25 Punkten, 18 Rebounds und neun Vorlagen verpasste der Ausnahmespieler ein Triple-Double nur knapp.

Beim Stand von 78:54 (33. Minute) bat Bienek seine Mannschaft noch einmal zur Auszeit. Auch in der Schlussphase blieben die Bulls spielbestimmend und erhöhten bis zum 98:66-Endstand.

Am Ende stand ein verdienter Start-Ziel-Sieg für die Thuringia Bulls, die offensiv überzeugten und über weite Strecken die Kontrolle behielten. Gleichzeitig offenbarte die Partie weiteres Verbesserungspotenzial. Einzelne Unaufmerksamkeiten in der Defensive ermöglichten den engagiert auftretenden Trierern immer wieder einfache Punkte. Mit zwei deutlichen Erfolgen im Rücken richtet sich der Blick nun auf das nächste Heimspiel: Am kommenden Samstag um 18 Uhr wollen die Bulls ihre Tabellenführung im heimischen Bullenstall gegen Hannover United verteidigen.

Für die Thuringia Bulls spielten: Alex Halouski (28 Punkte), Joakim Linden (21), Jens Albrecht (17), Jordi Ruiz (11), Hubert Hager (9), Alexander Budde (8), Anil Cegil und Lukas Gloßner (4)

PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller

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