Wiesbaden: Rhine River Rhinos finden letztes Puzzlestück

Die Rollstuhlbasketballer aus der hessischen Landeshauptstadt haben mit der Verpflichtung des 40-jährigen Serdar Antac ihre Kaderplanung für die Saison 2015/2016 abgeschlossen. Der türkische 2,0-Punkte-Spieler wechselt vom pfälzischen Erstligisten, Rolling Devils Kaiserslautern, an den Rhein.

Der letzte Baustein im Wiesbadener Teamgefüge bringt jede Menge Erfahrung und Routine mit. So rollte der quirlige Antac u. a. für die türkische Nationalmannschaft sowie den Topclub Galatasaray Istanbul durch die europäischen Hallen. Mit dem Dauermeister vom Bosporus feierte der 40-Jährige mehrere Meister- und Champions-Cup-Titel. Auch für die Wiesbadener Trainerin, Christa Weber, ist der gebürtige Türke kein Unbekannter, gewann sie mit ihm sowie den heutigen Rhinos, Ralf Schwarz und Klaus Weber, 2003 den Deutschen Meistertitel mit der Equipe aus Heidelberg. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten, das die Übungsleiterin freut: „Wir haben eine Ergänzung im Lowpointer-Bereich gesucht, da wir dort nicht tief besetzt sind. Ich habe schon in Heidelberg mit Serdar zusammengearbeitet. Ich denke, er ergänzt uns auf der Lowpointer-Position als fahrerisch starker 2,0-Punkte-Spieler sehr gut.“

Auch der ehemalige Rolling Devil blickt erwartungsvoll auf die kommende Zeit in Wiesbaden: „Ich habe große Erwartungen an mich selbst, da ich mir vor zwei Jahren eine Schulterverletzung zugezogen haben. Ich freue mich, Teil eines super Teams und eines professionell arbeitenden Vereins zu sein. Ich bin mir sicher, dass die Rhinos noch viel von sich hören lassen werden. Mit meiner langjährigen Erfahrungen, national wie auch international, möchte ich dem Club helfen, in die 1. Bundesliga aufzusteigen.“

Dass das letzte Mosaiksteinchen am Rhein gefunden wurde, stimmt, neben der Trainerin, auch den Team-Verantwortlichen Mirko Korder optimistisch: „Wir freuen uns sehr über den letzten Transfer für die anstehende Saison. Serdar ist ein pfeilschneller und intelligenter Spieler der alten Schule, der jede Menge internationale Erfahrung besitzt. Er ist kein Unbekannter für uns, hatte Christa Weber doch schon 2003 in Heidelberg das Vergnügen mit ihm. Beide hatten eine erfolgreiche Zeit zusammen und konnten unter anderem die Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden. Er wird sicher eine Bereicherung für uns sein. Serdar eröffnet uns spielerisch mehrere Optionen, vor allem weil wir im Bereich der Lowpointer nicht breit aufgestellt waren.“

Das erste Saisonspiel bestreiten die Rhine River Rhinos übrigens am 3. Oktober beim belgischen Erstligaabsteiger aus St. Vith.

PM: RRR

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