Hannover United unterliegt den Rhine River Rhinos aus Wiesbaden mit 66:77 nach Overtime.
Hannover United gelang ein guter Start in das Spiel gegen die Rhine River Rhinos. Die Füchse kamen früh zu einfachen Punkten, während die Mannschaft aus Wiesbaden klare Probleme hatte. Unter anderem ein Dreipunktewurf von Kapitän Jan Sadler sorgte bereits im ersten Viertel für eine Führung von mehr als zehn Punkten. Die Füchse konnten auch im zweiten Viertel den Vorsprung weiter verwalten, sodass es mit einer 37:23-Führung in die Halbzeitpause ging.
Nach der Pause drehten die Rhinos jedoch auf und kämpften sich Punkt für Punkt an United ran. Den Gastgebern gelang es, den Abstand im dritten Viertel zwischenzeitlich auf einen Punkt zu verkürzen. Die Füchse konnten aber wieder etwas Vorsprung aufbauen und mit einer 51:46-Führung in die letzte Viertelpause gehen. Auch im letzten Viertel konnte United, durch Probleme in der Defense, den Lauf der Rhinos nicht unterbinden. Gleichzeitig gelang es den Füchsen in der Offensive nicht an Wiesbaden vorbeizukommen, wodurch die Rhinos kurz vor Ende des Spiels ausgleichen konnten. Zum Schluss der regulären Spielzeit ging es somit mit 64:64 in die Overtime.
Auch in der Overtime schaffte es United weder die Rhinos vom Korb fernzuhalten, noch an deren Defensive vorbeizukommen. Die Füchse fanden keine Lösung auf die Offensive der Wiesbadener und ließen sie davonziehen. Somit musste sich Hannover United nach langer Führung den Rhine River Rhinos mit 66:77 geschlagen geben.
United-Center Alexander Budde weiß, was das Spiel ausgemacht hat: „Ich glaube wir haben es geschafft so lange zu führen, weil wir einen guten Start erwischt haben. Wir haben vor allem in der ersten Hälfte emotional in das Spiel gefunden und nach unserem Gameplan gut unsere Dinge gespielt. Zum Ende hin haben wir aber den Kopf verloren und zum einen Aktionen zu viel überdacht, in denen wir cooler bleiben müssen.“, so Budde.
Head Coach Martin Kluck sieht vor allem in der Fehlerquote zum Ende des Spiels den entscheidenden Punkt: “Wir haben unsere Kontrolle verloren, unsere Geduld, die Disziplin verloren. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben. Wir haben keine guten Würfe mehr bekommen und auch defensiv keine Lösung gefunden.”, so Kluck.
Damit befindet sich Hannover United auf dem vierten Tabellenplatz der Rollstuhlbasketball-Bundesliga und bleibt im Kampf um die Playoff-Plätze. Bereits in der kommenden Woche (21.03., 17 Uhr) geht es auswärts gegen den aktuell Tabellenfünften BBC Münsterland weiter. Für Head Coach Martin Kluck ist klar, worauf es in den kommenden Spielen ankommt: “Dass wir dann eben weniger Fehler machen, als der Gegner am Ende. Und das muss das Ziel sein in den nächsten Wochen. Wir haben ja noch ein paar knappe Spiele oder Spiele auf Augenhöhe, die in den nächsten Wochen vor uns liegen.”, so Kluck.
Hannover United: Peter Berry (19), Alexander Budde (16), Jan Sadler (12/1 Dreier), Yoshinobu Takamatsu (10), Jakob Krömer (5), Oliver Jantz (2), Tobias Hell (2), Sören Seebold, Tom McHugh
PM: Hannover United | Foto: Philipp Sonnack