Hannover: Intensive Wochen für United 

Aufgrund der wetterbedingten Verlegung des RBD-Pokalspiels gegen die BG Baskets Hamburg, begann dieses Spielwochenende für die Füchse von Hannover United bereits am Freitagabend. Hier ging man als klarer Favorit in das Duell mit dem Zweitligisten aus der Hansestadt.

Hamburg begann äußerst aufgeweckt, schaffte es häufig gegen die Presse und hohe Linie der Hannoveraner Lösungen zu finden. United war zwar fast die ganze Zeit in Führung, hatte aber in der ersten Halbzeit durchaus Probleme ihre Überlegenheit in letzter Konsequenz zu nutzen. Vor allem war zu Beginn das Wurfglück nicht auf Seiten des Gastgebers, so dass Hamburg das Spiel bis zur Halbzeit relativ eng gestalten konnte.

In der zweiten Hälfte war klar zu sehen, dass United jetzt mit einer ganz anderen Intensität agierte und sich so immer weiter absetzen konnte.

So steht am Ende ein verdienter 78:40 Sieg für United, die sich über weite Strecken von sehr gut aufspielenden Hamburgern haben ärgern lassen, trotzdem aber völlig verdient in das Final Four des RBD-Pokals im März einziehen.

Am Samstag folgte dann direkt das Topspiel gegen den amtierenden Meister aus Thüringen. Hier erwartete man von der ersten Minute an ein ganz anderes Spiel, als noch am Freitagabend. Obwohl die Mannschaft der Thuringia Bulls durch den Ausfall von Vahid Gholamazad definitiv geschwächt war, gingen diese als ungeschlagene Mannschaft mit breiter Brust in das Spiel gegen den Tabellendritten aus Hannover.

Es zeigte sich von Beginn an ein ähnliches Bild, wie schon am Freitagabend – ein sehr gut aufgelegter Gegner und ein schwieriger Start für die Füchse. So kam es, dass United bereits zum Ende des ersten Viertels mit 13:20 hinten lag. Hieran beteiligt war in besonderem Maße ein unfassbar gut ins Spiel gestarteter Aliaksandr Halouski, der 10 der 20 Punkte der Gäste, inklusive zweier Dreipunkttreffer, erzielte. Ebenso heiß in das Spiel gestartet war auf Seiten Uniteds allerdings Center Thomas McHugh, der in seinen ersten 14 gespielten Minuten, 11 Punkte machte. Die Aufgabe Uniteds lag jetzt im weiteren Verlauf des Spiels, ein solches Momentum, das Halouski und Co. hatten, im Keim zu ersticken.

Im Laufe des zweiten Viertels agierte United jedoch besser, traf offensiv konstanter und setzte defensiv schon einige Sachen mehr um und kam zwischenzeitlich bis auf drei Punkte an die Thuringia Bulls heran. Allerdings machten die Gäste zum Viertelende hin noch einen Run, der sie zum Halbzeitpfiff auf 24:32 davon ziehen ließ.

Die zweite Halbzeit begann aus United-Sicht mit einem bitteren 5:0 Run der Gäste, die somit eine 13-Punkte-Führung hatten.

Besonders zum Ende des dritten Spielabschnitts merkte man bei Hannover United jetzt allerdings deutlich mehr Energie.

Trotz alledem, dass nach dem dritten Viertel ein Ergebnis von 39:55 zu Buche stand, war United jetzt richtig wach und machte den Bulls mehr und mehr Druck.

Zu Beginn des vierten und letzten Viertels schaffte es United eine sonst sehr kontrollierte Mannschaft aus Thüringen zu drei wichtigen Ballverlusten zu zwingen, was einen letzten Versuch des Aufbäumens initiierte.

United schaffte es tatsächlich nochmal auf elf Punkte zu verkürzen, was aber gute vier Minuten vor Spielende zu spät kam. Die Bulls spielten grundsolide zu Ende, nahmen ordentlich Zeit von der Uhr und schafften es so, dass United nicht mehr „stop the clock“ spielen konnte.

Hannover United verliert am Ende verdient relativ deutlich mit 54:69. Jetzt gilt es den Blick schnell nach vorne zu richten, denn für die Füchse von Hannover United geht es am kommenden Donnerstag nach Klosterneuburg (Österreich), um dort die Gruppenphase des Eurocup 1 zu bestreiten.

Hannover United: Tom McHugh (19), Alexander Budde (11), Jan Sadler (6), Yoshinobu Takamatsu (6), Oliver Jantz (5/1 Dreier), Jakob Krömer (4), Peter Berry (3), Sören Seebold, Tobias Hell

PM: Hannover United | Foto: Philipp Sonnack

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