Die RSB Thuringia Bulls bezwingen DECO Amicacci Abruzzo zum Auftakt des Champions-Cup-Viertelfinals mit 81:62 (27:18, 15:15, 24:14, 15:15).
Der Bulls-Express folgte dem Ruf der europäischen Königsklasse. Das Reiseziel hieß Giulianova, wo das Viertelfinale des Champions Cups auf dem Programm stand. Mit Fenerbahce Istanbul, CD Ilunion Madrid und Ausrichter DECO Amicacci Abruzzo wartete ein hochklassiges Teilnehmerfeld auf die Thüringer. Die knapp 1.200 Kilometer lange Anreise aus dem heimischen Elxleben teilten die Bulls in zwei Etappen und legten einen nächtlichen Zwischenstopp in Südtirol ein.
Zum Auftakt wurden die Thuringia Bulls in Giulianova direkt von der Vergangenheit eingeholt: Beim Final Four im vergangenen Jahr in Istanbul hatten die „Abruzzesi“ dem Team aus Elxleben im Halbfinale alle Titelträume beendet. Zudem kehrte Bulls-Neuzugang Tomas Klein an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Beide Teams gingen als frischgebackene Pokalsieger mit viel Selbstvertrauen in die Partie.
Die Begegnung begann mit hohem Tempo und viel Energie. Das THB-Team erspielte sich leichte Vorteile, sodass die Italiener früh zur ersten Auszeit gezwungen wurden (15:10, 6. Minute). Die Gastgeber setzten vor allem in der Zone durch Ibrahim Mandjam Akzente, die Vahid Azad im blitzschnellen Umschaltspiel zum 27:18-Viertelendstand konterte.
Ein ausgeglichenes zweites Viertel beruhigte die Nerven nur bedingt. Amicacci hielt mit viel Herz und starkem Teamplay dagegen. Erst ein Distanzwurf von Jordi Ruiz brachte den zweifachen Titelgewinner mit 40:29 in Front (17. Minute). Gabriel Benvenuto antwortete mit zielstrebigen Abschlüssen zum 42:33-Halbzeitergebnis.
Das Trainerduo Bienek/Albrecht gab seiner Mannschaft nach dem Pausentee die klare Botschaft mit, den Weg zum Korb besser zu versperren. Die Spieler setzten die Vorgabe sofort um und verteidigten deutlich konsequenter. Hubert Hager erhöhte mit einem sehenswerten „And One“ auf 57:41 (26. Minute). Ruiz setzte mit einem weiteren Dreier den Schlusspunkt in einem starken dritten Viertel zum 66:47.
Trainerfuchs Carlo Di Giusto warf im letzten Abschnitt noch einmal alles in den Ring und stellte auf seine Spezialdisziplin „Ganzfeldpresse“ um. Altmeister Soufiane Mehiaoui erzielte 8 spektakuläre Punkte in Folge, sodass der Rückstand auf 71:57 verkürzt werden konnte (34.Minute). Sofort lud Bienek zur Auszeit ein.
Der Spieler des Spiels, Vahid Azad, zog die Zügel noch einmal an und brachte die Partie mit 81:62 nach Hause.
Die Bulls blicken nun gespannt auf den morgigen Samstag. Um 16 Uhr kommt es zum Duell mit dem türkischen Spitzenteam Fenerbahce Istanbul, das nach der 71:76-Auftaktniederlage gegen CD Ilunion Madrid bereits unter Zugzwang steht. Unter folgendem Link könnt ihr im Livestream mitfiebern: https://m.youtube.com/watch?v=daqW-fpq7Ic&pp=0gcJCcUKAYcqIYzv
Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Hubert Hager (7), Lukas Gloßner, Jordi Ruiz (10), Alex Halouski (15), Anil Cegil, Tomas Klein (2), Marie Kier, Arie Twigt (4), Joakim Linden (10) und Vahid Azad (29)
PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller