Die RSB Thuringia Bulls lassen dem RSV Bayreuth keine Chance und fahren einen 114:29-Sieg ein (29:7; 31:5; 27:12; 27:5).
Am vergangenen Samstag reisten die Thuringia Bulls nach Bayreuth. Im Frankenland stand der 13. Liga-Spieltag auf dem Programm. Beide Teams konnten nicht auf ihren vollständigen Kader zurückgreifen. Bayreuth’s Kader ist seit der Verabschiedung von Mary Silberman generell auf acht Spieler geschrumpft. Zusätzlich fehlte Vahid Atefimonfared. Dadurch wurden die Rotationsmöglichkeiten noch geringer. Außerdem muss der RSV den gesundheitsbedingten Abschied von Trainerlegende Malik Abes verkraften.
Bei den Bulls fehlte Marie Kier, die mit der deutschen Nationalmannschaft ein Freundschaftsturnier in Vorbereitung auf das Repechage Turnier im japanischen Osaka bestritt. Außerdem war Hubert Hager aufgrund eines grippalen Infekts nicht verfügbar.
Gleich zu Beginn übten die Thüringer einen großen defensiven Druck aus und präsentierten sich konzentriert in der Offensive. Alex Halouski markierte sechs schnelle Punkte. Einzig Dario Schulz konnte in der Anfangsphase offensive Akzente für sein Team setzten. Der Brasilianer verkürzte nach dreieinhalb Minuten auf 11:5. Danach erhöhten die Elxlebener die Intensität in der Defensive immer weiter. Bis zum Viertelende konnte der RSV nur einen weiteren Korberfolg erzielen, währenddessen die thüringischen Gäste konstant punkteten. Somit war die Bulls-Führung zur ersten Viertelpause mit 29:7 bereits deutlich.
Im zweiten Spielabschnitt blieben die Kräfteverhältnisse unverändert. Die Bulls pressten den RSV Bayreuth über das gesamte Feld und erzwangen weitere Ballverluste. Die Bayern mussten sich jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten und fanden gleichzeitig kein Mittel gegen die effiziente Offensive der Thüringer. Tomas Klein, Vahid Azad, Jordi Ruiz, Alex Halouski und Joakim Linden teilten die Punkte fair untereinander auf. Die Verantwortung wurde also auf viele Schultern verteilt. Beim RSV blieb Dario Schulz der einzige Scorer. Fünf weitere Punkte konnte er nachlegen. Der Halbzeitstand lautete 60:12.
Auch wenn sich das THB-Team immer mehr in die eigene Hälfte zurückzog, hatten die Franken Probleme Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Die Bulls antizipierten die Passwege gut und provozierten erneut Ballverluste, die regelmäßig in Fastbreak-Punkte umgemünzt wurden. Das Scoring der Thüringer blieb gut aufgeteilt. Auch Anil Cegil trug starke vier Punkte bei. Der Vorsprung wuchs konstant an. Zur letzten Viertelpause stand es 87:24 für die Elxlebener.
Die Fans des RSV hofften darauf, dass die Gäste im Schlussviertel einen Gang zurückschalten würden. Dieser Wunsch wurde jedoch nicht erfüllt, auch wenn sich die Heimmannschaft mit allen Kräften wehrte. Konsequent zogen die Bulls ihr Spiel bis zum Ende durch. Vor allem Vahid Azad überzeugte in der Endphase und steuerte fünfzehn Punkte bei. Zudem trug sich auch Kapitän Lukas Gloßner in die Scorerliste ein, sodass am Ende alle Bulls-Spieler punkteten. Letztlich gewannen die thüringischen Gäste souverän mit 114:29.
Andre Bienek kann mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden sein. Nächste Woche Samstag (18 Uhr) folgt das Liga-Heimspiel im Bullenstall gegen die RBB München Iguanas.
Für die Bulls spielten: Anil Cegil (4), Lukas Gloßner (4), Arie Twigt (6), Tomas Klein (12), Jordi Ruiz (14), Joakim Linden (18), Alex Halouski (26), Vahid Azad (30).
PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller