Mit dem 91:50-Erfolg über Zwickau bleiben die RSB Thuringia Bulls ungeschlagen (24:13; 26:14; 16:4; 25:19).

Am vergangenen Samstag wurden die Bullen in Zwickau zum „Ostderby“ empfangen. Im Vorfeld der Bundesliga-Partie gegen den RB Zwickau, mussten die Bulls einen Ausfall vermelden. Alex Halouski konnte verletzungsbedingt nicht mitwirken. Zudem durften die THB-Fans gespannt sein, wie sich das Team von den kräftezehrenden letzten Wochen mit Pokal-Final 4 und Champions Cup in Italien präsentieren würde.

Zu Beginn des Spiels bekamen die Zuschauer einen munteren offensiven Schlagabtausch zu sehen. Beide Verteidigungen bekamen die gegnerischen Schützen zunächst nicht unter Kontrolle. Nach fünf gespielten Minuten führten die thüringischen Gäste mit 10:8. Danach verschärfte die Mannschaft von Coach Bienek den defensiven Druck und wurde gleichzeitig noch effizienter in der eigenen Offensive. Durch die folgenden Körbe von Vahid Azad, Tomas Klein und Arie Twigt konnten sich die Elxlebener erstmals absetzen. So endete das erste Viertel mit einer 24:13-Führung für die Bullen.

Im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie schnell und ansehnlich. Wieder schenkten sich beide Teams nichts. Dalton und Chagger trafen für die Hausherren, während vor allem Twigt, Hager und Azad stark dagegenhielten. Ähnlich zum Verlauf des ersten Viertels, legten die Bulls ab der Hälfte des Abschnittes zu. So waren die Gäste in der Lage einen 9:0-Lauf zu starten, der im zwischenzeitlichen 45:23 endete. Vor der Halbzeit konnte Jack Pierre noch zwei sehenswerte Korberfolge für Zwickau verbuchen und versuchte sein Team im Spiel zu halten. Allerdings setzte Vahid Azad mit seinem verwandelten Drei-Punkt-Wurf den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit (50:27).

Das dritte Viertel zeigte ein anderes Gesicht. Es war geprägt von vielen Fehlwürfen und Ballverlusten. Das lag zum einen an der verbesserten defensiven Leistung beider Teams und zum anderen schlichen sich individuelle Fehler bei den Kontrahenten ein. Während die Sachsen im gesamten Spielabschnitt lediglich vier Zähler erzielten, fingen sich die Bulls in den letzten zwei Minuten und scorten acht weitere Punkte. Zur letzten Viertelpause führten die Elxlebener mit 66:31.

Das Spiel bekam im letzten Spielabschnitt seinen ansehnlichen Charakter zurück. Im Vergleich zu den ersten beiden Viertel, war der Spielverlauf allerdings unterschiedlich. Mit einem 6:0-Lauf begannen die Bullen dominant ins Schlussviertel, ehe Zwickau zurückschlug und den Zuschauern wieder ein schönes Hin und Her bot. Klein und Twigt trafen weiter fulminant für die Elxlebener. Chagger und Dalton antworteten jeweils. Besonders Lachlin Dalton zeichnete sich kurz vor Schluss nochmal aus, in dem er zwei „Dreier“ nacheinander verwandeln konnte. Letztendlich gewannen die Bullen dennoch souverän mit 91:50.

Trotz des Ausfalls von Topscorer Alex Halouski gelang es den Bullen, den offensiven Rhythmus im Kollektiv aufzufangen. Erneut zeigte sich das Bienek-Team von allen Positionen korbgefährlich, so konnten sich unter anderem Marie Kier und Anil Cegil erfolgreich in die Punkteliste eintragen.

Die nächste Aufgabe von Kapitän Lukas Gloßner und Co. wartet schon am kommenden Wochenende, wenn der RSV Lahn Dill zum El Clásico im Bullenstall gastiert.

Die Bulls agierten mit folgendem Kader: Arie Twigt (21), Tomas Klein (19), Vahid Azad (17), Hubert Hager (17), Joakim Linden (6), Marie Kier (2), Anil Cegil (2), Lukas Gloßner und Jordi Ruiz (7).

 

PM: RSB Thuringia Bulls | Foto: Franziska Möller

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