WM-Kader Herren | „Ich denke, dass sich das Team bei der letzten EM super geschlagen hat.“

Die Würfel für Hamburg sind gefallen. Bundestrainer Nicolai Zeltinger hat elf seiner zwölf Athleten für das sportliche Großereignis im August benannt. Große Überraschungen, bis auf die Personalie Magenheim sowie das noch nicht entschiedene Duell „Bienek vs. Jantz“, blieben aus. Bundes-Nic vertraut im Kern auf sein Team, das sich bei der EM, nach teilweise ausbaufähiger Leistung in der Vorrunde (38:69-Niederlage gegen Großbritannien und 45:87-Klatsche gegen die Türkei), von Spiel zu Spiel steigerte und bis ins Halbfinale vorstieß, wo sich das Kollektiv nach hartem Kampf den Türken mit 64:68 geschlagen geben musste, um sich anschließend die Bronzemedaille im Match gegen die Niederlande (61:56) zu sichern.

Wir haben uns bei RBBL-Größen umgehört, was sie von der Selektion des Bundestrainers halten:

Benny Ryklin (Headcoach RBB München Iguanas): „Generell gibt man denen die Chance, die letztes Jahr Bronze geholt haben. Ich hätte mich sehr über die Ergänzung von Basti gefreut und hielt sie auch für eine große Bereicherung. Am Ende kann man aber, außer den guten Leistungen über die gesamte Saison, nicht mehr Einfluss nehmen und denen, die es geschafft haben, gratulieren.“

Joe Bestwick (Hannover United): „Ich denke, dass sich das Team bei der letzten EM super geschlagen hat. Das Turnier hat gezeigt, wie wichtig es ist, eine gute Teamchemie zu haben. Es ist klasse, dass die Entwicklung der Mannschaft mit jungen und talentierten Spielern fortgesetzt wird, die den Zusammenhalt leben und hart für das Team und nicht für den eigenen Vorteil trainieren. Besonders stolz bin ich natürlich auf unsere Jungs aus Hannover. Nach einer guten Saison haben Sie sich das wirklich verdient.“

Dirk Passiwan (Ex-Nationalspieler | DONECK Dolphins Trier): „Es gab für mich keine großen Überraschungen, und ich finde es gut, dass Nicolai Zeltinger weiter auf sein letztjähriges Team setzt, das gezeigt hat, was sie abrufen können. Überraschend ist für mich, dass es Basti Magenheim nicht geschafft hat, da er eine gute Saison für München gespielt hat. Ich bin sehr gespannt wer sich am Ende als 12. Spieler durchsetzt. Und dann schauen wir, was die Vorbereitung bringt.“

Mirko Korder (Manager Rhine River Rhinos): „Die Nominierung ist für mich durchaus stimmig, wobei ich mir auch einen Sebastian Magenheim oder einen Alex Budde gut im Kader hätte vorstellen können. Mit einem 3,5-Punkte-Spieler wäre auch ein starkes 4,5-3,5-3,0-2,0-1,0-Line-up machbar. Was mich natürlich riesig freut, ist, dass mit Matze Güntner ein Rhino im Aufgebot steht – und das zurecht.

Text: Martin Schenk | Foto: Steffie Wunderl

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