Was macht eigentlich … Abdulgazi „Gazi“ Karaman?

Interview mit Gazi Karaman: „In der nahen Zukunft freue ich mich erstmal auf unser großes Basketball-Mega-Event, die Weltmeisterschaft in Hamburg!“

Er war in etlichen  europäischen Rollstuhlbasketball-Vereinen und -Hallen zuhause, um sich nun aktiv um die Rollstuhlbasketball-Jugendarbeit zu kümmern. Was der sympathische Weltenbummler gerade so treibt, hat er uns im Rollt.-Interview verraten.

 

Gazi, was machst du hauptsächlich, seitdem du aufgehört hast, aktiv Rollstuhlbasketball zu spielen?

Na ja, seitdem ich mich aus dem aktiven Rollibasketball verabschiedet habe und meine Interessen mehr ins Private verlagert habe, mache ich natürlich unter Woche weiterhin Sport bzw. übe sportliche Aktivitäten aus. Ich halte mich vornehmlich mit Schwimmen und Fitness auf Trapp.

 

Verfolgst du noch die Spiele in der RBBL? 

Neugierig bin ich nach wie vor. Vor allem was sich denn so im aktuellen Spielbetrieb tut und welch spannenden Begegnungen sich ergeben. Online und durch den einen oder anderen persönlichen Kontakt halte ich mich auf dem Laufenden.

 

Was hältst Du von der aktuellen Entwicklung?

Die abgelaufene Saison zeigte sehr eindrucksvoll, wie nah die deutschen Top-Mannschaften beieinander sind und welch europäisches Level mittlerweile in Bundesliga kontinuierlich gespielt wird.

 

Ist für dich eine Rückkehr zum Rollstuhlbasketball als aktiver Spieler denkbar? 

Eine Rückkehr als Aktiver wäre eine sportliche Herausforderung mit all seinen Facetten. Aber ganz ehrlich, ich schau lieber ganz entspannt von der Zuschauertribüne zu und freue mich über absolut spannende Topspiele. Und  noch mehr freue bzw. begeistere ich mich  für neue und aufstrebende Talente, die wir über unsere Try-Outs versuchen für den Rollstuhlbasketball zu rekrutieren.

 

Was ist deine schönste Erinnerung an deine Zeit mit der Nationalmannschaft?

Nun, für mich persönlich am prägendsten  waren die Paralympics 1992 in Barcelona mit der Nationalmannschaft. Ein absolut sportliches Großereignis, das mit einer Paralympischen Medaille  gekrönt wurde.

 

Du warst in den letzten Jahren sehr viel bei den Try-Outs involviert. Was genau sind deine Aufgaben dort?

Die Try-Outs sind wirklich ein sehr wichtiger sportlicher Baustein, um jungen talentierten Spielern den Einstieg in die Sportart zu geben. Sie sollen sich und den Rollstuhlbasketball ausprobieren, um die Chance zu erhalten, auf Landesebene in ein Förderprogramm zu kommen. Mit dem Trainerstab sichten wir die angehenden Talente und versuchen diese  in einen betreuenden Verein zu vermitteln.

 

Bist du ansonsten auch noch beim DRS aktiv? In welchen Bereichen?

Auf Verbandsebene, also im DRS, bin ich überwiegend in der Jugend- und Kinderarbeit als Try-Out-Coach im Kinder- und Jugendbereich unterwegs.

 

Zu guter Letzt noch eine Frage: Was sind deine Pläne für die nahe Zukunft?

In der nahen Zukunft freue ich mich erst einmal auf unser großes Basketball-Mega-Event, die Weltmeisterschaft in Hamburg. Dort werde ich mich mit alten Basketball-Weggefährten auf spannende und actionreiche Spiele vor heimischer Kulisse freuen. Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: ZaDonk!

 

Vielen Dank, Gazi, für deine Zeit!

 

Interview: Annika Aul | Foto: Armin Diekmann

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