Leserbrief: „Sieht so eine Professionalisierung einer Randsportart aus?“

Seit Jahren bin ich aufmerksamer und interessierter Abonnent der Rollt. Neben den Sportartikeln verfolge ich sehr gerne die kritischen Berichte mit Themen wie die Doppelbelastung von Bundes-und Vereinstrainer Zeltinger (die ja ab der neuen Saison vorbei ist) oder die mangelnde Professionalisierung des Rollstuhlbasketballs.

Was ich am Wochenende zu diesem Thema beim Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erlebt habe, schreit zum Himmel. Da werden nur 60 (!), sonst sind es wohl nur 50, auswärtige Fans in die Halle gelassen. Was auch kein Wunder ist, da die Halle nur aus drei Sitzreihen auf der einen Hallenseite und ein paar wenigen Stehplätzen unter dem Korb besteht. Der Gipfel dabei ist aber, dass sich das Spielfeld für den Rollstuhlbasketball im ersten Stock befindet. Da sich bei dieser Sportart auch immer zahlreiche Rollis unter den Zuschauern befinden, möchte ich mir nicht vorstellen, wie bei einem Feuer die vielen gehandicapten Leute gerettet werden sollen. Es ist sehr bedauerlich, dass Funktionäre, der Veranstalter als auch die Bauaufsichtsbehörde davor die Augen verschließen. Sieht so eine Professionalisierung einer Randsportart aus? Es war immerhin ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, welches mehr Zuschauer und Sicherheit verdient hätte.
 
Thomas Krug, Limburg 
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