Josef Jaglowski im Interview: „Die ganze Stadt Rahden sowie der Verein leben Rollstuhlbasketball“

Back in Business. Der Ex-Co-Trainer der Damen-Nationalmannschaft, Josef Jaglowski, greift wieder ins Spielgeschehen der RBBL ein. Der ehemalige Coach der RSB Thuringia Bulls dirgiert in dieser Spielzeit die Geschicke der Baskets 96 Rahden. Wie es zum Engagement beim Aufsteiger kam und was der aktuelle Planungsstand ist, hat uns Josef Jaglowski im Interview verraten.

Josef, du wurdest als neuer Headcoach in Rahden vorgestellt. Wie kam es zum Kontakt zwischen dir und dem Management?

„Ich bin eigentlich schon immer mit Tarik Cajo und Stephan Rehling befreundet. Die beiden sind es auch, die sich um alle wesentlichen Dinge in Rahden kümmern. Tarik hat mich sozusagen engagiert und mich wieder zurück in die RBBL geholt. Nach kurzen und konstruktiven Gesprächen mit dem Vorstand haben wir ein gemeinsames Verständnis und ein Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gefunden.“

Wie gestaltet sich dein Job in Rahden? Bist du die ganze Woche über im Kreis Minden-Lübbecke oder pendelst du zwischen Thüringen und Nordrhein-Westfalen?

„Es ist alles geregelt. Unter der Woche kümmert sich mein Co-Trainer Mimoun um alles was das Team und den Trainingsbetrieb betrifft, und ab Freitag bin ich dann sowohl im Training als auch bei den Spielen. Da alle diesen Ablauf mittragen, bin ich davon überzeugt, dass es auch funktionieren wird.“

Die Baskets sind ja sozusagen in die 1. RBBL nachgerückt. Wie viel Potenzial steckt deiner Meinung nach im Team und im Standort?

„Die ganze Stadt Rahden sowie der Verein leben Rollstuhlbasketball.  Alle ziehen an einem Strang und unterstützen den Verein. Sämtliche Spieler sind heiß auf die Saison, wollen alles geben und sich und den Klub von der besten Seite präsentieren.“

Kannst du uns sagen, wer aktuell im Kader steht und auf welchen Positionen ihr euch eventuell noch verstärken möchtet?

„Alle Spieler, die in der 2. RBBL am Start waren, bis auf Ida Rubbmark und Bert Freriks, werden auch in Liga eins übers Feld rollen. Hinzu wird sich noch der eine oder andere Low-Pointer sowie ein Center gesellen. Ich bin zuversichtlich, dass alle Athleten in mein angedachtes Spielsystem passen werden.“

Die letzten Monate konntest du ja ganz entspannt von der Tribüne aus verfolgen. Wie fällt dein Saisonfazit der letzten RBBL-Spielzeit als neutraler Beobachter aus?

„Ja, ich habe viele Spiele verfolgt und auch live gesehen bzw. als Bundesliga-Schiedsrichter geleitet. Wie bereits im letzten Jahr war das Final Four mit starken Mannschaften besetzt. Des Weiteren haben die Fans ein sehr spannendes Finale zwischen Lahn-Dill und Elxleben gesehen. Dies hat gezeigt, dass in der Liga auf einem sehr hohem Niveau gespielt wird und sich die besten Spieler der Welt die Klinke in die Hand geben. Leider besteht ein sehr großer Abstand zwischen den ersten drei Mannschaften in der RBBL und den restlichen Teams. In der Bundesliga werde wir nur dann eine Mehr an Spannung erleben, wenn alle Klubs auf nahezu ein und demselben Niveau spielen. Und das ist, wenn ich dies so formulieren darf, mein persönlicher Wunsch für die Zukunft.“

Und was sagst du zum Abschneiden der Damen-Nationalmannschaft auf Teneriffa?

„Ich gehöre ja bekanntlich nicht mehr dem Trainerstab des Team Germany an, deshalb möchte ich auch kein Kommentar abgeben bzw. die Leistung werten. Es gibt genug Experten hierzulande, denen ich die Beurteilung überlasse.“

Kannst du zum Abschluss bitte den folgenden Satz vervollständigen: Die Baskets 96 Rahden werden in der Saison 2017/2018 nicht absteigen, weil … wir ambitionierten Spieler, einen ambitionierten Trainer und das Vertrauen unseres Klubs haben.

Interview: Martin Schenk

Schreibe einen Kommentar