Elxleben: Die RSB Thuringia Bulls schießen den Deutschen Meister mit 46:81 aus der August-Bebel-Sporthalle

Nach der 70:69 Overtime Halbfinalniederlage und dem vorgezogenen Pokal Finale gegen den RSV Lahn Dill am letzten Samstag sind die „Engelhaften“ eindrucksvoll zurückgekommen. Von der ersten Minute an erlebten die Zuschauer im Hexenkessel von Wetzlar sehr konzentrierte Bullen.

Mit Alex Halouski, Matt Scott, Jitske Visser, Vahid Azad und Jake Williams begannen die Thüringer eine eindrucksvolle Demonstration. Rollstuhlbasketball im ICE Tempo und unglaublicher Präzision. Alex Halouski erzielte den ersten Korb und Lahn Dill glich aus. Das war das letzte Mal im Spiel, dass der Meister nicht zurücklag. Immer wieder angetrieben vom entfesselt aufspielenden Matt Scott nutzten die Elxlebener jede Lücke, und der Serienmeister war früh zur ersten Auszeit gezwungen. Das Bild veränderte sich nicht, und jeder Spieler der Bulls machte Punkte. Mit 12:20 ging das erste Viertel nach Thüringen, und der Klassenprimus zeigte sich beeindruckt. Im zweiten Viertel kam André Bienek für Vahid Azad und die Thuringia Bulls dominierten weiter das Spielgeschehen. Im zweiten Viertel erzwangen die Bulls allein 6 Steals, und Lahn Dill zeigte sich ratlos. Vor allem Jake Williams demonstrierte seine ganze Klasse und erzielte 14 seiner insgesamt 28 Punkte bis zur Halbzeit. Mit einer klaren Halbzeitführung von 22:38 bat Michael Engel zur Pausenansprache und mahnte zur Konzentration in Halbzeit zwei. In Halbzeit zwei setzte Michael Engel auf breite Rotation und brachte seinen ganzen Kader ins Spiel. André Bienek und Kapitän Raimund Beginskis lenkten das Spiel und die Zuschauer in der August-Bebel-Sporthalle trauten ihren Augen nicht. Immer wieder erzwangen die Thüringer freie Würfe, die sie hochprozentig trafen. Egal was die Hessen versuchten, sie bekammen keinen Zugriff auf die Bullen. Mit einer deutlichen 36:62 Führung war das Spiel am Ende des dritten Viertels entschieden und Lahn Dill hatte nichts mehr dem agilen Spiel der Thüringer entgegen zu setzen. Jake Williams hatte sich längst zum Hero der Begegnung aufgeschwungen und zeigte seine ganze Klasse. Am Ende stand die höchste Niederlage der Wetzlarer seit gefühlten 100 Jahren an der Anzeigetafel, und Coach Michael Engel gewann sein erstes Spiel in Wetzlar mit einer beeindruckenden Teamleistung. Die mannschaftliche Geschlossenheit war es, die Michael Engel nach dem Spiel lobte: „Wir können am nächsten Samstag in unserer Halle mit unseren überragenden Fans den Sack zubinden. Dafür werden wir in der kommenden Woche hart arbeiten“.

Die Bulls spielten mit folgenden Aufgebot: Jitske Visser, Vahid Azad 6, Raimund Beginskis 4, Jake Williams 28, Matt Scott 15, André Bienek 5, Jens Albrecht, Teemu Partanen, Alex Halouski 18.

Text: Lutz Leßmann | Foto: Steffie Wunderl

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