3 Fragen an Benjamin Ryklin: “Ich bin aus Sicht des Vereines froh, dass es für die Rollstuhlbasketball-Szene eine Überraschung ist”

Die RBB München Iguanas haben heute bekannt gegeben, dass Andreas Ebertz von seinem Posten als Headcoach zurücktritt und Benny Ryklin das Ruder an der Seitelinie übernimmt.  Der neue Mann am „Seitenlinien-Ruder“ hat uns ein paar Fragen zur aktuellen Situation beantwortet. 

Wie kam es zu dem überraschenden Rücktritt von Andreas Ebertz?

Ich bin aus Sicht des Vereines froh, dass es für die Rollstuhlbasketball-Szene eine Überraschung ist. Alles weitere steht im Pressebericht. Andi ist weiterhin ein wichtiger Teil der Iguanas, das will ich hier nochmal betonen!

Du übernimmst nun die Position des Headcoaches. Wirst du die Stelle dauerhaft oder übergangsweise besetzen? Wirst du damit deine aktive Spielerkarriere beenden?

Trainer kommen und gehen, wenn ich aber etwas angehe, dann mache ich das mit Leib und Seele. Sollte es ein Ancelotti werden, muss ich das akzeptieren. Mein Ziel ist aber eher eine Spielkultur aufzubauen und zu prägen, über welchen Zeitraum auch immer. Am Ende entscheidet bei uns immer die Mannschaft. Ich werde meinen Stuhl weiter im Training benutzen, um für die nötige Competition und Spielerdecke zu sorgen, im Ligabetrieb werde ich aber erstmal nicht mehr aktiv sein.

Ergeben sich durch den Wechsel auf der Kommandobrücke strategische Änderungen?

Die Idee bleibt die gleiche: Wir wollen attraktiven und schnellen Basketball spielen. Unser Ziel ist der Klassenerhalt und die Entwicklung der Mannschaft, und es ist nun meine Aufgabe geworden, diese beiden Ziele zusammen mit Florian Fischer bestmöglich umzusetzen. Taktisch werde ich sicher versuchen meine Idee in die Köpfe der Spieler einzuschweißen, damit meine Arbeit irgendwann nicht mehr überflüssig, aber einfacher wird. Die Kadertiefe bleibt die gleiche, da ich sofort Basti Kolb mit einer Doppellizenz in die erste Mannschaft geholt habe. Er gibt uns zusätzliche Flexibilität in den Aufstellungen mit und ohne Kim Robins, und er ist ein großes Talent, das wir behutsam aufbauen müssen.

Vielen Dank für deine Zeit, Benny!

Interview: Annika Aul

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